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Was kostet eine Haushaltsauflösung? (2026)

Richtpreise, Preisfaktoren und ehrliche Spartipps – damit Sie wissen, womit Sie rechnen müssen, bevor Sie ein Angebot einholen.

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Die kurze Antwort vorweg: Eine Haushaltsauflösung kostet in den meisten Fällen zwischen 500 € für eine kleine 1-Zimmer-Wohnung und 6.000 € oder mehr für ein komplettes Haus. Die lange Antwort: Es kommt darauf an. Aber nicht auf Geheimwissen, sondern auf ein paar gut messbare Faktoren – und wer die kennt, sieht einem fremden Angebot in zwei Minuten an, ob es fair kalkuliert ist.

Kosten Haushaltsauflösung: Kartons werden durchs Treppenhaus getragen
Etage und Aufzug sind echte Kostenfaktoren.

Richtpreise nach Wohnungsgröße

Die folgenden Spannen sind unverbindliche Richtwerte aus unserer Praxis in Schleswig-Holstein. Sie gelten für normal gefüllte Wohnungen mit durchschnittlicher Zugänglichkeit – Ihr konkreter Preis kann darüber oder darunter liegen:

ObjektRichtpreis-Spanne*Typische Dauer
1-Zimmer-Wohnung (bis ca. 40 m²)500 – 1.200 €½ – 1 Tag
2-Zimmer-Wohnung (ca. 40–65 m²)900 – 2.000 €1 Tag
3-Zimmer-Wohnung (ca. 65–90 m²)1.200 – 3.000 €1 – 2 Tage
Einfamilienhaus (mit Keller/Dachboden)2.500 – 6.000+ €2 – 4 Tage

* Unverbindliche Richtwerte, Stand 2026. Der tatsächliche Preis wird individuell kalkuliert und als schriftlicher Festpreis bestätigt.

Diese 6 Faktoren bestimmen den Preis

1. Die Füllmenge – wichtiger als die Quadratmeter

Entscheidend ist nicht die Wohnfläche, sondern das Volumen in Kubikmetern, das abtransportiert werden muss. Wir hatten schon 4-Zimmer-Wohnungen, die günstiger waren als ein einzelnes vollgestelltes Zimmer. Und was am Ende wirklich Zeit kostet, sind volle Dachböden und Keller – nicht die Möbel im Wohnzimmer. Als Faustregel: Ein Kubikmeter Hausrat kostet in Entsorgung und Handhabung zwischen 30 und 60 €.

2. Zugänglichkeit und Etage

Ein Erdgeschoss mit Parkplatz vor der Tür ist der Idealfall. Ein 4. Stock ohne Aufzug bedeutet dagegen: Jeder einzelne Karton geht zu Fuß die Treppe runter. Das macht bei einer normal gefüllten Wohnung schnell einen halben Tag mehr aus – und der steckt dann im Preis.

3. Art des Hausrats

Normaler Hausrat ist unkompliziert. Teurer wird es, sobald etwas getrennt entsorgt werden muss – der Klassiker sind alte Farbeimer und Chemikalien aus dem Kellerregal, die seit Jahrzehnten dort stehen. Auch schwere Einzelstücke schlagen zu Buche: Ein Klavier aus dem 3. Stock ist ein eigener Arbeitsschritt, kein Möbelstück nebenbei.

4. Zusatzleistungen

Sollen Einbauküche, Teppichböden oder Lampen demontiert werden? Ist ein Teilabriss von Einbauten nötig? Soll die Wohnung anschließend tapeziert und gestrichen übergeben werden? Jede Zusatzleistung hat ihren Preis – dafür sparen Sie sich die Koordination mehrerer Firmen.

5. Region und Anfahrt

Kurze Anfahrtswege halten die Kosten niedrig. Von unserem Standort in Fahrdorf bei Schleswig sind wir in ganz Schleswig-Holstein schnell vor Ort – von Flensburg bis Kiel.

6. Zeitdruck

Reguläre Termine sind günstiger als Express-Räumungen. Wenn es über unseren 24h-Notservice ganz schnell gehen muss – etwa vor einer Wohnungsübergabe –, kommt ein Aufschlag hinzu. Auch das sagen wir Ihnen vorher, nicht hinterher.

Wertanrechnung: So senken gute Stücke den Preis

Nicht alles, was aus einer Wohnung kommt, ist Abfall. Was sich verwerten lässt, rechnen wir transparent auf den Räumungspreis an – das kann die Rechnung spürbar senken. Gutes Werkzeug und Massivholzmöbel finden zum Beispiel fast immer einen Abnehmer.

Wichtig für Ihre Erwartung: Der Gebrauchtmarkt für normale Möbel ist schwach. Die Schrankwand aus den 90ern hat leider fast nie einen Anrechnungswert, auch wenn sie damals teuer war. Echten Wert haben in unserer Erfahrung vor allem Antiquitäten, Schmuck und Münzen, dazu Designklassiker und gut erhaltene Markengeräte. Und seien Sie skeptisch bei Anbietern, die pauschal „kostenlose Entrümpelung gegen Wertanrechnung" versprechen – das geht selten seriös auf. Was wir konkret anrechnen, was nicht, und wann Sie besser selbst verkaufen, steht im Ratgeber Wertanrechnung bei der Haushaltsauflösung.

7 Spartipps für Ihre Haushaltsauflösung

  • Fotos vorab schicken: Aussagekräftige Fotos aller Räume ermöglichen ein präzises Angebot ohne Aufschläge für Unbekanntes.
  • Wertsachen und Persönliches selbst herausnehmen: Dokumente, Fotos, Schmuck – das sichern Sie am besten selbst, bevor wir kommen.
  • Verwertbares aktiv anbieten: Weisen Sie uns auf gute Stücke hin, damit sie in die Wertanrechnung einfließen.
  • Vorsortieren, wenn Zeit ist: Kleinkram vorher selbst zum Wertstoffhof fahren spart bares Geld – auch wenn wir dadurch weniger verdienen, empfehlen wir es jedem, der die Zeit hat.
  • Flexibel beim Termin sein: Wer nicht auf ein bestimmtes Wochenende festgelegt ist, bekommt oft den besseren Preis.
  • Alles in ein Angebot packen: Räumung, Demontage und Renovierung aus einer Hand sind meist günstiger als drei einzelne Firmen.
  • Steuervorteil nutzen: Arbeitskosten können als haushaltsnahe Dienstleistung (§ 35a EStG) absetzbar sein – Rechnung aufheben, unbar zahlen. Details und eine Beispielrechnung: Entrümpelung von der Steuer absetzen.

Warum ein Festpreis so wichtig ist

Der Kostenfallen-Klassiker ist das vage Angebot: „Wir rechnen nach Aufwand ab." Wir haben mehr als einmal Kunden übernommen, deren erste Rechnung am Ende doppelt so hoch war wie mündlich besprochen – dagegen tun kann man dann nichts mehr. Deshalb arbeiten wir grundsätzlich mit einem schriftlichen Festpreis: Nach Besichtigung oder Foto-Kalkulation bekommen Sie eine verbindliche Summe. Was drinsteht, gilt. Verschätzen wir uns, ist das unser Problem, nicht Ihres.

Prüfen Sie jedes Angebot – auch unseres – auf vier Dinge: Steht der Preis schriftlich als Festpreis drin? Sind die Entsorgungskosten enthalten? Ist besenrein inklusive? Und gibt es ein Impressum mit erreichbarer Telefonnummer? Fehlt eines davon: Finger weg.

Wenn das Geld knapp ist: Kostenübernahme durchs Amt

Kann die betroffene Person die Räumung nicht selbst bezahlen – etwa beim Umzug ins Pflegeheim –, kommt unter Umständen eine Kostenübernahme durch das Sozialamt in Betracht. Was dabei zu beachten ist und warum der Kostenvoranschlag vor der Beauftragung zum Amt muss, erklärt unser Ratgeber Zahlt das Sozialamt die Haushaltsauflösung?

Fazit

Eine seriös kalkulierte Haushaltsauflösung kostet je nach Größe und Aufwand zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro. Die Spannen oben geben Ihnen eine ehrliche Orientierung – den verbindlichen Preis gibt es bei uns kostenlos und unverbindlich: per Foto-Anfrage oder mit einem kostenlosen Vor-Ort-Termin.

Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet eine 3-Zimmer-Wohnung aufzulösen?

Als unverbindlicher Richtwert: meist zwischen 1.200 und 3.000 €. Der genaue Preis hängt von Füllmenge, Etage, Zugänglichkeit und dem Anteil verwertbarer Gegenstände ab. Den verbindlichen Festpreis gibt es nach Besichtigung oder anhand von Fotos.

Kann eine Haushaltsauflösung auch kostenlos sein?

In seltenen Fällen ja – wenn der Wert der verwertbaren Gegenstände die Räumungskosten deckt, etwa bei Antiquitäten oder hochwertigen Möbeln. Realistisch ist das die Ausnahme. Seriöse Anbieter rechnen Werte transparent an, versprechen aber keine pauschale Kostenlos-Räumung.

Was ist der Unterschied zwischen Festpreis und Stundenpreis?

Beim Festpreis steht die Summe vor Beginn schriftlich fest – egal, wie lange die Arbeit dauert. Beim Stundenpreis tragen Sie das Risiko: Dauert es länger, zahlen Sie mehr. Für Kunden ist der Festpreis fast immer die sicherere Wahl.

Kann ich die Kosten steuerlich absetzen?

In vielen Fällen können Arbeitskosten als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG geltend gemacht werden (20 % der Arbeitskosten, bis 4.000 € pro Jahr). Voraussetzung: ordentliche Rechnung und unbare Zahlung. Fragen Sie im Zweifel Ihre Steuerberatung.

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