Nach einem Todesfall oder Auszug bleiben für das Heimzimmer oft nur wenige Tage. Wer den Auftrag gibt, was mit Möbeln, Medikamenten und Erinnerungsstücken passiert – und wie es auch kurzfristig klappt.
Ein Zimmer im Pflegeheim ist klein. Zwanzig Quadratmeter, ein Bett, ein Schrank, der Sessel aus der alten Wohnung, Fotos an der Wand. Und trotzdem ist die Räumung für Angehörige oft schwerer als eine ganze Haushaltsauflösung – weil sie kurz nach einem Todesfall kommt, weil die Zeit drängt und weil jedes Stück in diesem Raum bewusst ausgesucht wurde, als der Mensch dort eingezogen ist. Wir räumen solche Zimmer regelmäßig, in Heimen in Eckernförde, Schleswig und den Dörfern dazwischen. Hier steht, was Sie wissen sollten.

Nach einem Todesfall oder einem Auszug – etwa in ein anderes Heim oder ins Krankenhaus ohne Rückkehr – endet der Heimvertrag, und das Zimmer soll neu belegt werden. Wie viel Zeit für die Räumung bleibt, steht im Vertrag. In der Praxis sind es häufig nur wenige Tage bis etwa zwei Wochen. Manche Heime rechnen für jeden weiteren Tag einen Teil des Entgelts weiter, andere sind kulant. Fragen Sie die Heimleitung direkt, das erspart Missverständnisse. Und rufen Sie uns lieber früh an, auch wenn Sie noch nicht alles entschieden haben. Einen Termin reservieren und später anpassen ist einfacher als am letzten Tag zu suchen.
In den meisten Fällen sind es die Angehörigen oder ein gesetzlicher Betreuer. Sie entscheiden, was bleibt und was geht, und sie bekommen die Rechnung. Wenn niemand erreichbar ist oder die Familie weit weg wohnt, übernimmt manchmal das Heim selbst oder der Sozialdienst die Beauftragung und rechnet die Kosten später mit dem Nachlass oder dem Kostenträger ab. Für uns macht das keinen Unterschied im Ablauf, nur in der Rechnungsadresse. Was Heime und Sozialdienste als Institution von uns erwarten können, steht auf der Seite Für Ämter, Betreuer & Institutionen. War der Verstorbene mittellos, lohnt ein Blick in unseren Ratgeber zur Kostenübernahme durch das Sozialamt.
Der wichtigste Rat, den wir geben können: Gehen Sie vor der Räumung einmal in Ruhe durch das Zimmer. Nehmen Sie die Fotos von der Wand, das Adressbuch aus der Nachttischschublade, den Ring aus dem Schmuckkästchen. Wenn Sie das nicht können – weil Sie weit weg wohnen oder weil es zu schwer ist –, sagen Sie uns, wonach wir schauen sollen. Wir legen diese Dinge zur Seite und übergeben sie Ihnen oder schicken sie, wenn nötig. Dokumente, Bargeld und Schmuck, die uns beim Räumen auffallen, werden ohnehin nicht entsorgt, sondern protokolliert und an Sie zurückgegeben.
Viele Heimzimmer sind mit eigenen Möbeln eingerichtet. Ein gut erhaltener Sessel, eine Kommode, ein Fernseher – das hat manchmal noch einen Wert, den wir auf den Preis anrechnen. Was sich nicht verkaufen lässt, aber noch gut ist, geben wir auf Wunsch an soziale Einrichtungen in der Region weiter. Der Rest geht in die Entsorgung, getrennt nach Fraktionen. Manche Heime bitten darum, einzelne Stücke zu lassen, weil der nächste Bewohner sie brauchen kann. Auch das klären wir vor Ort mit der Pflegedienstleitung.
Zwei Dinge, die in fast jedem Heimzimmer liegen und bei denen man leicht etwas falsch macht. Medikamente gehören nicht in den Hausmüll und nicht in den Abfluss; wir geben sie zur fachgerechten Entsorgung. Hilfsmittel wie Rollator, Rollstuhl, Pflegebett oder Sauerstoffgerät sind häufig nur geliehen – sie gehören der Krankenkasse oder dem Sanitätshaus und müssen zurück. Bevor so etwas den Raum verlässt, fragen wir nach. Oft weiß die Pflege, was Eigentum war und was nicht.
Ein einzelnes Heimzimmer ist für uns ein Kleinauftrag. Wir brauchen dafür keine Besichtigung; ein paar Fotos per WhatsApp reichen für einen Festpreis. Am Termin kommen zwei Leute mit dem Transporter, räumen in der Regel innerhalb weniger Stunden, nehmen Rücksicht auf die Nachbarn auf dem Flur und übergeben das Zimmer besenrein an die Pflege. Die Schlüsselrückgabe läuft über Sie oder direkt über das Heim. Preislich bewegt sich ein Heimzimmer in derselben Größenordnung wie unser Sperrmüll-Express, je nach Menge und Etage. Den verbindlichen Preis nennen wir nach den Fotos.
Wenn die Frist am Montag abläuft und erst am Freitag angerufen wird, hilft der 24h-Notservice – auch am Sonntag. Das kostet etwas mehr als ein geplanter Termin, ist aber günstiger als eine weitere Woche Heimentgelt. Anfragen am einfachsten über den Konfigurator oder direkt per Telefon.
Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt den praktischen Ablauf und ersetzt keine Rechtsberatung. Welche Fristen und Entgelte gelten, regelt der Heimvertrag; wer für Nachlasskosten aufkommt, klären Nachlassgericht oder eine Rechtsberatung verbindlich.
Das regelt der Heimvertrag. In der Praxis sind es häufig nur wenige Tage bis etwa zwei Wochen, weil das Zimmer neu belegt werden soll. Schauen Sie in den Vertrag oder fragen Sie die Heimleitung – und melden Sie sich früh bei uns, dann finden wir einen Termin innerhalb der Frist.
Meistens die Angehörigen oder ein Betreuer. Gibt es niemanden, der erreichbar ist, beauftragt manchmal das Heim oder der Sozialdienst und stellt die Kosten später dem Nachlass oder dem Kostenträger in Rechnung. Wir arbeiten mit beiden Seiten und stellen die Rechnung so aus, wie sie gebraucht wird.
Medikamente gehören nicht in den Hausmüll; wir geben sie zur fachgerechten Entsorgung. Hilfsmittel wie Rollator, Rollstuhl oder Pflegebett sind häufig nur geliehen und gehören der Krankenkasse oder dem Sanitätshaus – die Rückgabe klären wir mit Ihnen und dem Heim, bevor etwas den Raum verlässt.
Ja. Ein einzelnes Zimmer ist ein Kleinauftrag, den wir oft innerhalb weniger Tage einplanen können. Wenn die Frist am Montag abläuft und erst am Freitag angerufen wird, greift unser Notservice auch am Sonntag.
Kurzfristig möglich, auch am Wochenende. Schicken Sie uns ein paar Bilder:
WhatsApp schreiben Anfrage-Konfigurator✓ Erinnerungsstücke werden gesichert · ✓ Möbel angerechnet oder gespendet · ✓ Besenreine Übergabe ans Heim · ✓ Notservice auch sonntags